Gedanken zum Aufbrechen in zwei Teilen.
Aufbrechen I

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

 Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

1.

Abraham,
steh auf, verlass Heimat, Hof und Erde.
nimm deine Frau Sara und die ganze Sippe mit
und zieh in das Land, das ich euch zeigen werde.

Sara,
steh auf, verlass Heimat, Hof und Erde,
folge Abraham und der ganzen Sippe nach
und zieh in das Land, das ich euch zeigen werde.

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

2.

Ich, Abraham, sage:
Leicht gesagt und schwer getan.
Wie soll das denn gehen?

Hier in Ur ist meine Heimat,
hier kenne ich alles, bin bekannt, geachtet und beliebt.
Was soll ich denn in der Fremde?
Ich weiß ja noch nicht mal, ob es sie gibt.

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

3.

Ich, Sara, sage:
Leicht gesagt und schwer getan.
Wie soll das denn gehen?

Hier in Ur ist meine Heimat,
ich kenne Familie, Nachbarn, das ganze Gebiet.
Was soll ich denn in der Fremde?
Ich weiß ja noch nicht mal, ob es sie gibt.

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

4.

Aufbrechen in die Fremde,
das ist gefährlich, rau und kalt,
das Ziel ist offen und unbekannt,
und wir sind doch schon alt.

Es gibt keine Karten,keine Versicherung,
kein Kompass und keine Garantie,
Der Weg durch die Wüste,
das schaffen wir nie!

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

 Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

5.

Abraham hat sich entschieden,
Und ich, Sara, muss einfach mit.
Die Sippe wird erst gar nicht gefragt.
Damit bin ich überhaupt nicht quitt!

Wie soll´ n wir das bloß alles schaffen?
Die Fremde macht mich bang.
Ich will so gerne bleiben,
Das Neue macht mich nicht an.

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

 6.

Tatsächlich brechen sie auf.
Trotz Protest und Sorge, die gab es zuhauf.
Abraham, Sara und die ganze Sippe.
Das Unternehmen stand lange auf der Kippe.

Doch schließlich folgen sie Gottes Wort.
Der Tross bewegt sich langsam an einen neuen Ort.
Sie vertrauen Gott und ziehen los,
Gott bleib bei uns, was machen wir hier bloß!?

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

7.

Die Tage sind lang,
die Entbehrungen geballt,
heiß ist es am Tag,
in der Nacht ist´s eiskalt.

Hunger, Gefahren und Unsicherheit,
der Weg ist viel zu weit.
Heimweh und Sehnsucht quälen sie.
Schnell sind sie es leid.

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

 Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

 8.

Barmherziger Gott,
was hast du mit uns vor?
Milch und Honig hast du uns versprochen.
Doch wir wanken durch die Tage und fühlen uns wie´n Thor.

Die Wüste ist ewig, hier stecken wir fest,
Durst, Dornen und Gefahren sind schlimmer als die Pest.
Wir bitten dich inständig, hilf uns über die Zeit.
Gott erbarme dich, der Weg ist noch weit!

 

Lied: Meine engen Grenzen (Evangelisches Gesangbuch 584)

 

Aufbrechen II

Refrain

Aufbrechen,
losgehen
der Sehnsucht folgen
Neues sehen.

 Aufbrechen,
Zukunft wagen,
nicht immer ängstlich rückwärts schauen.
Gott wird dich doch weiter tragen.
Du kannst auf seine Hilfe bauen.

9.

Nach langer Reise kommen sie endlich in Kanaan an.
Abraham und Sara mit nichts als dem Leben.
Erschöpft sind sie und verzagt,
was das Neue wohl bringen mag,

Doch sie versuchen ihr Glück
und fangen neu an.
Mit Hoffnung beginnen sie ein neues Leben.
Sie packen es an.

Da gibt Gott ihnen seinen Segen.
Schutz und Begleitung, Gott wird bei ihnen sein.
Bei Freude und Leid auf ihren Lebenswegen,
Gott lässt sie nicht allein.

Amen

Predigt zur Eröffnung der Sommeruniversität des Evangelischen Studienwerks am 15.08.2016.

 

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