Gottvertrauen ist eine heikle Angelegenheit. Zudem ist Gottvertrauen leicht gesagt aber schwer getan. Was es eigentlich ist, damit beschäftigt sich der Monatsspruch Mai 2018.

„Gottvertrauen aber ist: Grundlage dessen, was Menschen hoffen, und Beweis von Dingen, die Menschen nicht sehen.“ (Hebräerbrief 11,1)

Gottvertrauen kommt vom Herzen, nicht vom Verstand. Sonst würde ich wissen, könnte beweisen und verstehen. Diese Form des Herzenswissens ist anders, überraschend. Sie geht bis ans Ende der Welt und nimmt Schatten von der Seele. So besingt es Adel Tawil in seinem Song „Ist da jemand?“

Gottvertrauen bietet Halt ohne naiv zu sein. Es ist eine Lebenshaltung, die offen ist für Unvorhergesehenes. Sie lässt sich auf eine Beziehung zu Gott ein. Sie ist bereit, Risiken in Kauf zu nehmen. Es geht dabei aber nicht darum, den Verstand auszuschalten oder naiv alles zu glauben.
Es geht darum, Freiräume offen zu halten und immer mal wieder nach oben zu schauen, auch wenn der Himmel ohne Farben bleibt. Wer so wachsam und offen ist, kann erleben: Ja, da ist jemand, der mein Herz versteht, der mit mir bis ans Ende geht. Da ist jemand, der an mich glaubt, der mir den Schatten von der Seele nimmt und mich sicher nach Hause bringt, wie es Adel Tawil weiter besingt.

Es geht um Gottvertrauen als Lebensgrundlage. Mit Verstand, aber ohne Beweise. In diesem Sinne wünsche ich uns allen in diesem Frühjahr eine gute Portion Gottvertrauen.

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